DEUTSCHER JETSPORT-VEREIN E.V.

 

Wassermotorräder / Jetskis auf Binnenschifffahrtsstrassen

 

WIE?
Fahrzeugführer und Begleitpersonen müssen Schwimmhilfen nach DIN EN 393 tragen oder solche, die auf andere Weise einen Auftrieb von mindestens 50 Newton gewährleisten.

 

WAS MUSS ICH BEACHTEN?
Der Fahrer muss mindestens über den Sportbootführerschein-Binnen verfügen. Der Motor muss sich beim Überbordgehen des Fahrers entweder automatisch abschalten oder automatisch auf die kleinste Fahrstufe zurückschalten, wobei das Wassermotorrad eine Kreisbahn einschlagen muss. An dem Wassermotorrad müssen gut lesbare amtliche Kennzeichen angebracht sein, die von einem Wasser- und Schifffahrtsamt zugeteilt werden.

Der Fahrer muss bei der Vorbeifahrt an anderen Verkehrsteilnehmern, anderen Personen im Wasser, am Ufer, an Regelungsbauwerken, schwimmenden
oder festen Anlagen oder Schifffahrtszeichen einen Mindestabstand von 10 m einhalten und die Geschwindigkeit drosseln.
Als ziehendes Fahrzeug beim Wasserskilaufen darf ein Wassermotorrad nur eingesetzt werden, wenn es ausreichenden Platz für den Beobachter bietet,
über ausreichenden Platz oder Einrichtungen verfügt, um im Notfall einen Wasserskiläufer retten zu können, kippstabil ist und  sein Typ in der amtlichen Liste des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung aufgeführt ist.
 
RECHTSGRUNDLAGE
Wassermotorräderverordnung vom 31. Mai 1995 (BGBl. I S. 769), zuletzt geändert durch Artikel 8 der Verordnung vom 20. Januar 2006 (BGBl. I S. 220(330)).
 
WO?
Auf den durch das Tafelzeichen E.22 freigegebenen Wasserflächen. Außerhalb der Flächen darf gefahren werden, um die nächstgelegene freigegebene Strecke zu erreichen oder Touren und Wanderfahrten durchzuführen, wenn dabei ein klar erkennbarer Geradeauskurs eingehalten wird, mit Dienstfahrzeugen der als gemeinnützig anerkannten Körperschaften im Rettungseinsatz und mit Dienstfahrzeugen des öffentlichen Dienstes im Diensteinsatz.
 Tafelzeichen E.22
 
WANN?
Zwischen 7.00 Uhr und 20.00 Uhr; aber nicht vor Sonnenaufgang oder nach Sonnenuntergang, nur bei guter Sicht (mehr als 1000 m) und nur zu den durch zusätzliche Schilder gegebenenfalls festgelegten Zeiten.
 

STRECKEN 

 

Binnenschifffahrtsstraße Lage Bemerkungen
km-Begrenzung
ELBE    
194,60 – 196,50 Raum Wartenburg rechte Stromseite
224,00 – 225,00 Raum Apollensdorf rechte Stromseite
307,50 – 309,00 Raum Schönebeck
376,00 – 377,50 Raum Grieben/Schelldorf rechte Stromseite
DONAU    
2356,40 – 2355,00 Raum Geisling rechte Stromseite
2262,80 – 2260,60 Raum Winzer/Ottach
MAIN    
48,50 – 49,30 Raum Offenbach/ rechte Stromseite
Rumpenheim
168,20 – 170,00 Raum Trennfeld
206,20 – 207,60 Raum Neuendorf/Langenprozelten
325,00 – 326,00 Raum Bergrheinfeld/Grafenrheinfeld
346,30 – 347,30 Raum Ottendorf/Untertheres
MOS E L    
13,50 – 14,50 Raum Winningen
NECKAR    
107,56 – 107,86 Raum Heilbronn/Neckarsulm
RHEIN    
275,00 – 276,80 Raum Meißenheim
372,30 – 374,30 Raum Karlsruhe
409,60 – 412,30 Raum Speyer
446,50 – 449,00 Unterhalb Worms
459,40 – 461,00 Oberhalb Gernsheim
466,40 – 468,10 Unterhalb Gernsheim rechte Stromseite
492,00 – 493,50 Raum Ginsheim linke Stromseite
544,70 – 545,50 Raum Kaub rechte Stromseite
666,50 – 667,00 Raum Wesseling linke Stromseite
750,00 – 753,00 Raum Büderich/Ilverich/ Lohausen
WES E R    
37,10 – 38,00 Raum Wahmbeck
166,00 – 166,50 Raum Rinteln
192,70 – 194,00 Raum Bad Oeynhausen/Rehme
293,70 – 296,00 Raum Stendern
326,65 – 327,40 Raum Eissel

 

 
DEFINITION WASSERMOTORRAD / JETSKI
Wassermotorrädern sind motorisierte Wassersportgeräte mit Wasserstrahlantrieb, die als Personal Water Craft wie "Wasserbob", "Wasserscooter",  "Jetboot", "Jetbike" oder "Jetski" bezeichnet oder sonstige gleichartige Geräte. Der Begriff "Jetski" ein geschütztes Warenzeichen des Herstellers Kawasaki.

Jetboote sind Wasserfahrzeuge, die meist aus GFK (glasfaserverstärktem Kunststoff) oder Carbon gefertigt sind.
Die Jetboote verfügen über einen sogenannten "Jet-Antrieb". Der Vorteil eines Jet-Antriebs ist die Vermeidung von Verletzungen, da keine freiliegende Schiffsschraube vorhanden ist. Aus diesem Grund werden die Jetboote auch heute noch als Rettungsfahrzeuge eingesetzt.

Anfangs wurden die Jetboote mit 2-Takt-Motoren angetrieben, die aber mittlerweile durch umweltfreundliche 4-Takt-Ottomotoren ersetzt wurden.

Man unterscheidet die Jetboote in zwei Kategorien: Steher und Sitzer.

 

Hinweise für Wassersportler
12 Tipps  zur persönlichen Sicherheit:

- Jeder Wassersportler sollte schwimmen können.

- Teilen Sie Angehörigen oder Freunden vor Abfahrt Ihre geplante Route und die voraussichtliche Ankunfts- oder Rückkehrzeit mit. Änderungen im Verlauf sollten Sie von    unterwegs melden.

- Sorgen Sie für Ihre Erreichbarkeit. Ein Mobiltelefon lässt sich wasserdicht verpacken. Notieren Sie sich die wichtigsten Notrufnummern.

- Sicherheitsbewusste Wassersportler tragen Rettungswesten. Rettungsmittel gibt es für jede Wassersportart.

- Alkohol gehört nicht zum Wassersport. Wie im Straßenverkehr gelten auch auf dem Wasser Promillegrenzen.

- Kreuzen Sie niemals den Kurs von Fahrzeugen der Berufsschifffahrt in zu geringem Abstand. Der für den Schiffsführer nicht einsehbare Bereich vor dem Bug (sog. „toter Winkel“) darf laut Vorschrift bis zu 350 m betragen.

- Halten Sie nach allen Richtungen ausreichend Abstand, insbesondere zu Fahrzeugen der Berufsschifffahrt. Lassen Sie Schiffen genügend Raum für deren Manöver. Vorsicht im Bereich von Hafenein- und Ausfahrten und an Fährstellen!

- Fahrzeuge der Berufsschifffahrt benötigen zur sicheren Fahrt eine Mindestgeschwindigkeit. Stoppen Sie notfalls auf engen Strecken ab und lassen Sie diese Fahrzeuge passieren.

- Meiden Sie Wehre, Kraftwerke und Stauanlagen aller Art. Gefährliche Strömungen bedeuten Lebensgefahr.

- Achtung bei Hochwasser! Überspülte Hindernisse, Treibgut und unberechenbare Strömungen sind eine Gefahr. Ab bestimmten Wasserständen ist das Befahren der Flüsse, auch mit Kleinfahrzeugen, aus Sicherheitsgründen verboten.

- Fahrten bei Nebel oder unsichtigem Wetter sind ohne Radar verboten. Werden Sie während der Fahrt von schlechten Sichtbedingungen überrascht, verlassen Sie umgehend das Fahrwasser. Kleinere Fahrzeuge sind auf dem Radar-Schirm möglicher weise nicht zu erkennen.

- Ohne ausdrückliche Erlaubnis dürfen die Binnenhäfen an Rhein und Neckar nur von der Großschifffahrt befahren werden

Damit Sie die Faszination des Wassersports unbeschwert genießen können, sind in der Broschüre "Sicherheit auf dem Wasser" vom Bundesministerium für Verkehr, die die wichtigsten Informationen zum Thema „Sicherheit" und Naturschutz zusammengestellt. 

 

Link zur Broschüre:

 

Wir wünschen Ihnen, Ihren Angehörigen und Freunden viele schöne und vor allem unfallfreie Stunden an und auf unseren Wasserstraßen, allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel!

 

 
Rennsportabteilung des DJSV 
Die Rennen werden nach den jeweils gültigen IJSBA Regeln durchgeführt.
Fahrersprecher sollen aktiv an der Streckensicherheit am Rennwochenende mitwirken und die Interessen der Rennfahrer vertreten. 
 
Rennklassen  - Einteilung
 

Kategorien:

SKI-DIVISION - diese Jetboote werden im Stehen von einer Person gefahren. Für Anfänger ist es schwieriger diese „Steher" zu fahren als die „Sitzer", denn außer Kraft und Ausdauer in den Beinen benötig man auch ein gutes Gleichgewichtsgefühl. Auch benötigt man etwas Übung nach einem Sturz ins Wasser, den Jet wieder in Fahrt zu bringen und sicher zu stehen. Ein „Steher“ ist ca. 2,30 m lang und wiegt ca. 150 kg

National werden diese Klassen gefahren:

  • Ski Rookie = Neulinge
  • Ski Stock = seriennahe Jetboote mit 2-Takt Motoren bis 80PS mit 4-Takt Motoren bis 110PS
  • Ski Open = stark modifizierte Jet Boote in den Bereichen Leistung und Aufbau des Rumpfes

International gibt es noch weitere Klassen z.B.:

  • Junior Ski 13-15 Stock = Jugendklasse 13-15 Jahre mit seriennahen Jetbooten
  • Novice Women Ski Ltd = Anfägerklasse Frauen Jetboote mit eingeschränkten Modifikationen
  • Pro-Am Ski LTD = fortgeschrittenen Amateure (kein Profis) Jetboote mit eingeschränkten Modifikationen
  • Pro-Am Ski Stock = fortgeschrittenen Amateure (kein Profis) seriennahe Jetboote
  • Pro-Am Women Ski = fortgeschrittenen Amateure (kein Profis) - Frauen
  • Ski Superstock  Ausschreibung ob Superstock wird sich an der international gefahrenen Klasse orientieren

 

RUNABOUT - diese Jetboote werden im Sitzen gefahren und sind serienmäßig zwei- oder dreisitzige Fahrzeuge.

Das fahren dieser Jetboote ist für Anfänger zunächst einmal leichter zu erlernen, da sie weniger Gleichgewichtssinn als „Steher" benötigen. Dennoch wird man schnell erkennen – auch dieser Sport erfordert Konzentration, Kondition und Kraft, ganz besonders, wenn man noch jemanden mitnimmt.

Bei Rennen wird das Fahrzeug allerdings nur von einer Person gefahren.

Jetboot-fahren ist ein Sport, der alle Muskeln beansprucht – denn am „nächsten Tag“ spürt man die Anstrengungen ein weiteres Mal. Die Faszination für Wasser und Geschwindigkeit ist es, was viele an diesem Sport begeistert.
Ein Runabout (auch „Sitzer“ genannt) ist je nach Modell ist bis zu 3,60m lang und wiegt fast 380kg.

 

In Deutschland starten drei Klassen:

  • Runabout Serie bis 180 PS = seriennahe Jetboote mit 2-Takt oder 4-Takt Motoren bis 180PS
  • Runabout Stock = seriennahe Jetboote ohne Leistungsbeschränkung (dank Kompressor-Aufladung heute bis zu 300PS)
  • Runabout Open = stark modifizierte Jetboote in den Bereichen Leistung (bis zu 400PS) und Aufbau des Rumpfes (Leichtbau Carbonhüllen mit serienähnlichem Aussehen).

Außerhalb Deutschlands gibt es noch weitere Klassen z.B.:

  • Amateur Runabout 800 = Anfägerklasse mit seriennahen Jetbooten mit 2-Takt Motoren bis 800ccm (ca.140PS)
     
  • Pro-Am Runabout Stock = fortgeschrittenen Amateure (kein Profis) seriennahe Jetboote ohne Leistungsbeschränkung (heute bis zu 300PS)
  • Runabout Normally Aspirated (vgl. Runabout Serie bis 180 PS) = seriennahe Jetboote ohne Kompressor-Aufladung
  • Runabout Superstock = Ausschreibung ob Superstock wird sich an der international gefahrenen Klasse orientieren

     
  • FREESTYLE – die Disziplin für echte Könner! Es kommen normalerweise Jetboote der Ski-Division mit umfangreichen Modifikationen zum Einsatz, die das Abtauchen, Springen und Figuren Fahren erleichtern.
  • Die Kunststücke, die diese Fahrer mit einem Jetboot vollführen können beschert Ihnen immer wieder ungläubiges Staunen. Es scheint fast, als sei die Schwerkraft außer Kraft gesetzt.